So lautet das Thema unserer diesjährigen Herbstveranstaltung am 23. und 24. Oktober, bei der Vertreter*innen aller finnischen Gemeinden in Deutschland zusammenkommen, um über die Gegenwart und Zukunft der finnischen kirchlichen Arbeit in Deutschland zu beraten.
”Im Dienste der Kirche” – aber welcher Kirche eigentlich? Die meisten evangelischen Christen in Deutschland gehören einer der 20 selbständigen Landeskirchen an, die sich als Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusammengeschlossen haben. Die finnische kirchliche Arbeit in Deutschland wird durch einen Kooperationsvertrag geregelt, den die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands (ELKF) und die EKD im Jahr 2002 geschlossen haben, und welche zum letzten Mal 2022 abgeändert wurde. Dieser Vertrag kann als Niederschrift der Prinzipien der Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Kirchen Deutschlands und Finnlands verstanden werden, regelt aber auch die praktischen Umstände, unter denen die Arbeit des Zentrums der finnischen kirchlichen Arbeit (ZfkA) gestaltet wird.
Der oben genannte Vertrag ist auf Gegenseitigkeit ausgelegt und orientiert sich am Integrationsprinzip: finnische Mitglieder der Evangelisch- Lutherischen Kirche Finnlands, die nach Deutschland ziehen, werden in der Regel ordentliche Mitglieder der jeweiligen deutschen evangelischen Landeskirche, auf deren Gebiet sie wohnen. Zudem gestalten sie ihre muttersprachlichen kirchlichen Aktivitäten in den zurzeit 14 finnischen Gemeinden, die mit dem ZfkA verbunden sind. Im Gegenzug ist die deutschsprachige kirchliche Arbeit in Finnland im Rahmen der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Finnland organisiert, die eine eigenständige Gemeinde der Diözese Porvoo (Borgå) ist.
Die finnische Kirchliche Arbeit wird durch die EKD und ELKF finanziert. Diese finanzielle Unterstützung wird durch die finnische Seemannskirche administriert und seit 2026 sind die finnischen Pfarrpersonen und die Mitarbeiterinnen des ZfkA Angestellte der finnischen Seemannskirche. Auch die ZfkA erhält ihre Finanzierung in Form eines jährlichen Zuschusses von der Seemannskirche.
Zudem besagt der Vertrag auch, dass die finnische kirchliche Arbeit dadurch unterstützt wird, dass die EKD und ihre Gliedkirchen ihrerseits darauf hinwirken, dass den finnischen Pfarrerinnen und Pfarrern sowie den finnischen Gemeinden Kirchen und Räumlichkeiten vor Ort zur Verfügung gestellt werden.
Suomalaista kirkollista työtä Saksassa sääntelee Suomen evankelis-luterilaisen kirkon ja Saksan evankelisia maakirkkoja edustavan EKD:n 2002 solmima ja viimeksi 2022 päivitetty kirkkojen välinen sopimus. Sopimuksessa EKD sitoutuu tukemaan rahallisesti suomalaista kirkollista työtä Saksassa ja pyrkii osaltaan yhdessä Saksan maakirkkojen kanssa vaikuttamaan siihen, että suomalaisilla papeilla ja seurakunnilla olisi kirkko- ja muita tiloja käytettävissään kirkollista työtä varten.
Markus Miettinen
Interessierte können den Wortlaut des Vertrages zwischen der EKD und der ELKF auf der Rengas-Webseite nachlesen. / Suomen evankelis-luterilaisen kirkon ja EKD:n välinen sopimus täydennyksineen on luettavissa Renkaan verkkosivuilla www.rengas.de/materiaalipankki

